OB-Kandidat Weil im Haus der Religionen
Stephan Weil blickt zurück auf seinen Besuch im Haus der Religionen:
"Bei meinen Besuchen in den Stadtteilen habe ich immer ein kleines rotes Buch in der Tasche. Dabei handelt es sich natürlich nicht um die legendäre Mao-Bibel, die nur noch die Älteren unter uns kennen. Nein, es ist ein Buch mit leeren Seiten und auf dem Deckel steht "gut!". Inzwischen sind viele Seiten nicht mehr leer, denn ich notiere mir gute Beispiele, die ich auf meiner Hannover-Tour kennen lerne.
Seit der letzten Woche steht auch das "Haus der Religionen" darin. Dieses Haus steht in der Südstadt und gehört der Athanasius-Gemeinde. Belebt wird es von den sechs größten Religionsgemeinschaften, die wir in Hannover haben: Christentum, Islam, Judentum, Hinduismus, Buddhismus und Bahai. Auf sehr unterschiedliche Weise und mit großem Engagement werden die unterschiedlichen Glaubensvorstellungen präsentiert und mit einander in Beziehung gesetzt.
Ein Beispiel: Kürzlich - so wurde mir berichtet - gab es eine Podiumsdiskussion zum Thema "Kommen Selbstmord-Attentäter in den Himmel?". Eine Frage, die der Vertreter des Islam glatt verneint hat, während der Vertreter des Christentums gefragt hat, wie es denn mit den Hitler-Attentätern stände ... .Das Haus der Religionen ist eine vorbildliche Initiative, finde ich. Von solchen Orten, wo sehr unterschiedliche Menschen versuchen, mit einander ins Gespräch zu kommen, bräuchten wir mehr. Und deswegen der Eintrag in meinem kleinen roten Buch."
Stephan Weil, 2. Mai 2006.
S. auch hier.
