Freundeskreis gegründet

Das Haus der Religionen, das seit Mai 2005 in den Räumen der Athanasiusgemeinde seinen Sitz hat, soll nun auch finanziell ein solides Fundament erhalten. Um den Fortbestand des bundesweit einmaligen Projekts zu sichern, hat sich jetzt ein Freundeskreis mit bisher 30 Mitgliedern zur Unterstützung der interreligiösen Einrichtung gegründet.

„Wir brauchen dringend ehrenamtliche Helfer, die die Arbeit hier im Haus unterstützen, aber auch Spender und Sponsoren“, sagte Pastor Wolfgang Reinbold, der das Haus noch bis zum Jahresende mit einer halben Planstelle betreut. Nun sollen mit dem Stadtkirchenverband, den Kirchengemeinden der Südstadt, der Stadt Hannover, der katholischen Kirche und weiteren Institutionen Gespräche geführt werden, wie die Finanzierung längerfristig abgesichert werden kann. „Es ist auch denkbar, dass eine muslimische Gemeinde uns einmal eine ihrer Kollekten zur Verfügung stellt“, sagte Reinbold.

Das Haus der Religionen ist ein Ort des interreligiösen Dialogs, in dem Bahai, Buddhisten, Christen, Hindus, Juden und Muslime über ihren Glauben diskutieren. Die Ausstellung „Religionen im Dialog“ informiert Schulklassen und verschiedenste Gruppen über die Inhalte der sechs Weltreligionen; an verschiedenen Orten im Haus zeugen Gegenstände wie Sabbatkerzen, Abendmahlskelche, Öllampen und Gebetsketten von den unterschiedlichen Religionen.

„Die Grundidee dafür war, in der Stadt einen Ort des Friedens und friedlichen Zusammenlebens über Religionsgrenzen hinweg zu gründen“, sagte Ali Faridi vom neu gebildeten Freundeskreis.

 

S. auch: Hannoversche Allgemeine Zeitung, 29. Februar 2008