Einweihung der Liberalen Synagoge

Sie haben 15 Jahre lang auf diesen Tag hingearbeitet - am 25.01.09 haben sie ihr Ziel erreicht: Als „großen historischen Tag für die Liberale Jüdische Gemeinde“ hat deren Vorsitzende Ingrid Wettberg die Eröffnung der neuen Synagoge am Sonntag bezeichnet.

Vor rund 600 Gästen wurden die drei Thora-Rollen der Gemeinde in das Gebäude hineingetragen. Zugleich wurde der 68-jährige gebürtige Ungar Gabor Lengyel als neuer Rabbiner in sein Amt eingeführt. Die Veranstaltung in der früheren Gustav-Adolf-Kirche in Leinhausen fand bundesweit Beachtung. Zum zweiten Mal war ein evangelisches Gotteshaus in eine Synagoge umgewandelt worden.

Die rund 600 Mitglieder starke Liberale Jüdische Gemeinde hat das Gebäude für 3,3 Millionen Euro mit Zuschüssen von Land, Stadt und Region umgebaut. Unter den Gästen waren neben Ministerpräsident Christian Wulff weitere Minister, Oberbürgermeister Stephan Weil, Regionspräsident Hauke Jagau, Bischöfin Käßmann und der katholische Bischof Norbert Trelle sowie ein Gesandter des Staates Israel.

Die Vorsitzende des Zentralrats der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch, lobte die „Entschlossenheit und das Selbstbewusstsein“ der hannoverschen Gemeinde. Sie erinnerte jedoch daran, dass die Eröffnung von Synagogen heute nicht mit einer Rückkehr verwechselt werden dürfe. „Die heutigen Gemeinden gehen nur zu einem kleinen Teil zurück auf Juden, die tatsächlich zurückgekehrt sind“, sagte sie mit Hinweis auf die Shoah. Das Wiedererstarken des Judentums in Deutschland sei hauptsächlich der Zuwanderung aus Osteuropa zu verdanken. „Die Freude darüber wird immer verbunden bleiben mit der Trauer über jene, die einen qualvollen Tod starben“, betonte Knobloch.“

S. auch: Hannoversche Allgemeine Zeitung, 25.1.2009

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http://neuepresse.de/Hannover/Uebersicht/Deutschlands-groesste-liberale-Synagoge-eingeweiht

http://haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Uebersicht/Synagogen-Eroeffnung-Grosser-Tag-fuer-Liberale-Juedische-Gemeinde