Buddhistische Texte

Buddha lehrt:
Nur dies verkünde ich, früher wie heute:
das Leiden und des Leidens Aufhebung.

                                                                             Samyutta-Nikaya 22.86.4.23

 

Dahin führt der edle achtfältige Pfad:
rechte Erkenntnis, rechte Gesinnung,
rechte Rede, rechtes Tun, rechter Lebensunterhalt,
rechte Anstrengung, rechte Achtsamkeit
und rechte Sammlung.
Dies ist der Weg,
der zur Überwindung
der Wurzeln des Leidens –
Gier, Hass und Verblendung – führt.

                                                                                   Anguttara-Nikaya III.72

 

Alle religiösen Traditionen der Welt ähneln sich, weil sie uns helfen, zu besseren Menschen zu werden. Seit Jahrhunderten finden Millionen von Menschen in ihrer jeweiligen Religion ihren Seelenfrieden. Heute begegnen wir auf der ganzen Welt Anhängern zahlreicher Glaubensrichtungen, denen das Wohl anderer Menschen wichtiger ist als das eigene. Ich glaube, dieser Wunsch, zum Glück anderer beizutragen, ist das wichtigste Ziel jeder religiösen Praxis.

                                                                                                   Der Dalai Lama

 

Welcher Religion wir angehören, hängt bei den meisten von Elternhaus und von dem Land ab, in dem wir geboren und aufgewachsen sind. Ich denke, dass das eigentlich auch so bleiben sollte. Aber je mehr wir voneinander wissen, desto mehr können wir voneinander lernen und umso leichter fallen uns in unserem eigenen Land und in unserem Verhalten gegenüber anderen Achtung und Toleranz.

                                                                                                   Der Dalai Lama

 

Wenn der Geist von Gier, Hass und Verblendung besetzt ist, dann tötet man, stiehlt, handelt sexuell unheilsam, lügt und verleitet auch andere dazu. Das wird einem selbst lange Zeit Unglück bringen.
Wenn ihr Gier, Hass und Verblendung vermeidet, so werden das, was ihr glaubt, und wie ihr handelt, zu Segen und Wohl führen.

                                                             Buddha, Angereihte Sammlung 3/66
                                                                             (Übersetzung Paul Köppler)

 

Wem klar geworden, dass der Frieden des Geistes das Ziel seines Lebens ist, der bemühe sich um folgende Gesinnung:
Er sei stark, aufrecht und gewissenhaft; freundlich, sanft und ohne Stolz.
Genügsam sei er, leicht befriedigt, nicht viel geschäftig und bedürfnislos.
Die Sinne still, klar der Verstand, nicht dreist, nicht gierig sei sein Verhalten.
Auch nicht im Kleinsten soll er sich vergehen, wofür ihn Verständige tadeln könnten.

                                                                                           Buddha, Metta-Sutta
                                                                                        (Übersetzung Vimalo)

 

Weder ein strenges Befolgen von Geboten noch religiöse Bräuche und Überlieferungen bringen den Menschen die wahre Reinheit, wenn sie nicht vom Verlangen frei werden. Wer irgendetwas verlangt, in dem entsteht immer mehr Verlangen. Jedes Verlangen aber bringt Kummer und Sorgen.
Ein Erwachter fügt sich nicht mehr ein in das, was man benennen kann. Er verkündet keine Theorien, denn er kennt alle Ansichten und betrachtet sie, ohne danach zu greifen. Er lässt kein neues Begehren mehr entstehen und lebt frei in dieser Welt.

                                                                               Buddha, Sutta-Nipatta 4/13
                                                                             (Übersetzung Paul Köppler)