Christliche Texte
[Jesus spricht:]
Liebt eure Feinde; tut wohl denen, die euch hassen;
segnet, die euch verfluchen; bittet für die, die euch beleidigen.
Und wer dich auf die eine Backe schlägt, dem biete die andere auch dar; und wer dir den Mantel nimmt, dem verweigere auch den Rock nicht.
Wer dich bittet, dem gib;
und wer dir das Deine nimmt, von dem fordere es nicht zurück.
Und wie ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, so tut ihnen auch!
Evangelium nach Lukas, 6,27–31
(Übersetzung Martin Luther)
Und es trat zu ihm einer von den Schriftgelehrten [und] fragte ihn:
Welches ist das höchste Gebot von allen?
Jesus aber antwortete ihm:
Das höchste Gebot ist das: »Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist der Herr allein, und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Gemüt und von allen deinen Kräften«.
Das andre ist dies: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
Es ist kein anderes Gebot größer als diese.
Evangelium nach Markus, 12,28–31
(Übersetzung Martin Luther)
[Jesus spricht:] Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht viel plappern wie die Heiden; denn sie meinen, sie werden erhört, wenn sie viele Worte machen.
Darum sollt ihr ihnen nicht gleichen. Denn euer Vater weiß, was ihr bedürft, bevor ihr ihn bittet. Darum sollt ihr so beten:
Unser Vater im Himmel! Dein Name werde geheiligt.
Dein Reich komme. Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Evangelium nach Matthäus 6,7–13
(Übersetzung Martin Luther)
Seid niemandem etwas schuldig, außer dass ihr euch untereinander liebt;
denn wer den andern liebt, der hat das Gesetz erfüllt.
Denn was da gesagt ist:
»Du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht töten;
du sollst nicht stehlen; du sollst nicht begehren« (2. Mose 20,13–17),
und was da sonst an Geboten ist, das wird in diesem Wort zusammengefasst:
»Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst« (3. Mose 19,18).
Die Liebe tut dem Nächsten nichts Böses. So ist nun die Liebe des Gesetzes Erfüllung.
Brief des Apostels Paulus an die Römer 13,8–10
(Übersetzung Martin Luther)
Vergeltet niemandem Böses mit Bösem.
Seid auf Gutes bedacht gegenüber jedermann.
Ist’s möglich, soviel an euch liegt, so habt mit allen Menschen Frieden.
Brief des Apostels Paulus an die Römer 12,17–18
(Übersetzung Martin Luther)
Wer ist weise und klug unter euch?
Der zeige mit seinem guten Wandel seine Werke in Sanftmut und Weisheit.
Habt ihr aber bittern Neid und Streit in eurem Herzen,
so rühmt euch nicht und lügt nicht der Wahrheit zuwider.
Das ist nicht die Weisheit, die von oben herabkommt,
sondern sie ist irdisch, niedrig und teuflisch.
Denn wo Neid und Streit ist, da sind Unordnung und lauter böse Dinge.
Die Weisheit aber von oben her ist zuerst lauter, dann friedfertig, gütig, lässt sich etwas sagen, ist reich an Barmherzigkeit und guten Früchten, unparteiisch, ohne Heuchelei.
Die Frucht der Gerechtigkeit aber wird gesät in Frieden für die, die Frieden stiften.
Brief des Jakobus, 3,13–18
(Übersetzung Martin Luther)
Jagt dem Frieden nach mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird.
Brief an die Hebräer 12,14
(Übersetzung Martin Luther)
